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Glossar

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Past-in-present-Rassismus

bezieht sich auf die Idee, dass rassistische Strukturen, Vorurteile und Diskriminierung aus vergangenen Zeiten in der Gegenwart fortbestehen und weiterhin Auswirkungen haben. Der Begriff betont, dass rassistische Praktiken und Einstellungen nicht nur historisch bedingt sind, sondern auch in der heutigen Gesellschaft nachwirken und das Leben von marginalisierten Gruppen beeinflussen. Past-in-present-Rassismus verdeutlicht, dass die Auswirkungen vergangener Ungerechtigkeiten und Unterdrückung noch immer spürbar sind und ein Bewusstsein für diese fortbestehenden Ungleichheiten geschaffen werden muss, um eine gerechtere und inklusivere Gesellschaft zu erreichen.

Patriarchat

ist ein soziales System, das auf männlicher Dominanz und männlicher Vorherrschaft basiert. Es bezeichnet eine gesellschaftliche Struktur, in der Männer eine übergeordnete Rolle in den Bereichen Macht, Politik, Wirtschaft und Familie einnehmen. Das Patriarchat hat Einfluss auf die soziale, politische und wirtschaftliche Stellung von Frauen und anderen marginalisierten Geschlechtern und führt zu Ungleichheiten und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts. Feministische Bewegungen setzen sich für die Überwindung des Patriarchats ein und streben nach Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung.

People of Color

ist ein Begriff, der in erster Linie in den USA verwendet wird, um Menschen zu beschreiben, die nicht-weiße Hautfarbe haben und von strukturellem Rassismus betroffen sind. Der Begriff bezieht sich auf verschiedene ethnische Gruppen, die gemeinsam Erfahrungen von Rassismus, Diskriminierung und sozialer Ungerechtigkeit teilen. People of Color setzen sich für die Anerkennung ihrer Rechte ein und kämpfen gegen rassistische Vorurteile und Ungleichheiten in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

politischen Dissidenten

ist eine Person, die politische Ansichten oder Handlungen vertritt, die von der herrschenden Regierung als oppositionell oder kritisch angesehen werden. Sie setzen sich oft für politische Veränderungen oder Menschenrechte ein und riskieren Verfolgung in repressiven Staaten.

Porajmos

ist ein Begriff, der den Völkermord an den Sinti und Roma während des Nationalsozialismus beschreibt. Er bedeutet "das Verschlingen" oder "die Zerstörung" und bezieht sich auf die systematische Verfolgung, Deportation und Vernichtung von Hunderttausenden von Sinti und Roma im Holocaust. Der Begriff Porajmos betont die spezifische Verfolgung und Auslöschung der Sinti und Roma und erinnert an die historische Verantwortung, die damit verbunden ist.

Post-kolonialismus

ist eine kritische Perspektive, die die Auswirkungen des Kolonialismus auf die Gesellschaft, Kultur und Politik in den ehemals kolonisierten Ländern untersucht. Der Begriff bezieht sich sowohl auf die Zeit nach der formalen Unabhängigkeit als auch auf die fortbestehenden Auswirkungen des Kolonialismus in den Bereichen Machtstrukturen, Wirtschaft, Kultur und Identität. Postkoloniale Theorien analysieren die anhaltende Dominanz und Ausbeutung ehemaliger Kolonien und streben nach einer Dekolonisierung des Denkens und Handelns.

Post-migrantisch

ist ein Begriff, der darauf abzielt, die Perspektive der Migration zu erweitern und die Vielfalt der Gesellschaft nach der Migration zu betonen. Er bezieht sich auf das Verständnis,dass Migration nicht nur als vorübergehender Zustand betrachtet werden sollte, sondern als kontinuierlicher Prozess, der das soziale, kulturelle und politische Leben in der Aufnahmegesellschaft prägt. Postmigrantische Ansätze betonen die Bedeutung von Interkulturalität, Diversität und Transnationalität und fordern eine inklusive Gesellschaft, die die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen mit Migrationshintergrund anerkennt und einbezieht.

Power-sharing

bezeichnet einen Ansatz zur Konfliktlösung und zur Gestaltung politischer Systeme, bei dem verschiedene Gruppen und Interessengemeinschaften an der Macht beteiligt sind und politische Entscheidungen gemeinsam treffen. Powersharing zielt darauf ab, die Repräsentation und Teilhabe verschiedener Bevölkerungsgruppen zu fördern und soziale Konflikte zu reduzieren. Dieser Ansatz wird oft in multiethnischen oder mehrsprachigen Gesellschaften angewandt, in denen das Teilen von Macht und Ressourcen als Mittel zur Stabilität und zur Förderung des sozialen Zusammenhalts betrachtet wird.

Privilegien

bezeichnen unverdiente Vorteile und Chancen, die Menschen aufgrund ihrer sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Position in einer Gesellschaft genießen. Privilegien sind oft mit strukturellen Ungleichheiten verbunden und können aufgrund von Geschlecht, Rasse, Klasse, sexueller Orientierung oder anderen Merkmalen bestehen. Privilegierte Personen profitieren von einem System, das ihnen Vorteile gewährt, während marginalisierte Gruppen aufgrund dieser Ungleichheiten benachteiligt werden. Die Reflexion und Anerkennung von Privilegien ist ein wichtiger Schritt, um soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zu fördern.

Propaganda

ist die gezielte Verbreitung von Informationen, um die öffentliche Meinung in eine gewünschte Richtung zu lenken, oft durch Manipulation und Einflussnahme.

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