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Glossar

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Deko-lonisierung

Prozess der Aufarbeitung und Überwindung kolonialer Strukturen und Denkmuster. Anerkennung und Respekt für indigene Kulturen und ihre Rechte. Sensibilisierung für die Nachwirkungen des Kolonialismus und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Kultur. Förderung von Gleichberechtigung und Selbstbestimmung für ehemals kolonisierte Völker. Engagement für eine Welt, in der koloniale Unterdrückung und Ausbeutung überwunden sind.

Demokratie

ist eine Regierungsform, bei der die Bürger politische Entscheidungen treffen, normalerweise durch Wahlen von Vertretern, und grundlegende Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit respektiert werden.

Deutschen-feindlichkeit

Vorurteile, Diskriminierung oder Feindseligkeit gegenüber Deutschen aufgrund ihrer nationalen Herkunft. Sensibilisierung für die Vielfalt der deutschen Gesellschaft und die individuellen Geschichten von Menschen mit deutschem Hintergrund. Förderung des interkulturellen Dialogs und der Zusammenarbeit. Abbau von Vorurteilen und Stereotypen. Engagement für eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft respektiert werden.

Dichoto-misierung

Tendenz, komplexe Phänomene in einfache, entgegengesetzte Kategorien zu unterteilen. Reduktion von Vielfalt auf starre Dualismen. Sensibilisierung für die Komplexität und Diversität von Identitäten und Erfahrungen. Förderung von Offenheit und Toleranz gegenüber verschiedenen Perspektiven. Abbau von binären Denkmustern und Anerkennung von Nuancen. Engagement für eine Gesellschaft, die die Vielfalt und Dynamik des menschlichen Lebens schätzt.

Differenzlinie

Differenzlinie ist eine gedachte Trennlinie, die zwischen verschiedenen Gruppen gezogen wird, basierend auf Unterschieden wie Geschlecht, Rasse, Ethnie oder sozialer Klasse.

Diskri-minierung

ist die ungerechte Behandlung, Ausgrenzung oder Benachteiligung von Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, wie Rasse, Geschlecht, Religion oder sexueller Orientierung.

Sie findet auf unterschiedlichen Ebenen statt: 

  • Individuell/alltäglich: Einstellungen, Gefühle und Vorurteile führen zu diskriminierenden Äußerungen bzw. Handlungen auf der persönlichen Ebene zwischen einzelnen Menschen.

  • Institutionell: Institutionalisierte Abläufe und strukturelle Barrieren, die oft unsichtbar sind, führen zu Benachteiligung.

  • Strukturell: Ungleichbehandlung werden durch das gesellschaftliche System mit seinen Normen sowie seinen politischen und ökonomischen Strukturen erzeugt und hat Auswirkungen auf Organisationen. Oft sind es eingeschliffene Gewohnheiten und bewährte Handlungsmaximen, die bereits im Kindergarten auftreten.

  • Wissenschaftlich: Diskriminierungen entstehen durch gesellschaftliche Wert- und Normvorstellungen sowie durch das Denken und Reden über „Uns“ und die „Anderen“ in Wissenschaft, Literatur, in den Medien, Politik oder im privaten Kreis. Sie werden wiederholt und festigen sich.

Diskri-minierung Ost/West

Ungerechte Behandlung, Vorurteile oder Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer regionalen Herkunft innerhalb eines Landes, insbesondere in Bezug auf die historischen Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

Diskriminie-rungskritik

Kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Ungleichheiten in sozialen, politischen und kulturellen Strukturen. Analyse von Machtverhältnissen und institutionellen Barrieren. Sensibilisierung für die internalisierten Vorurteile und Privilegien. Förderung von Gerechtigkeit, Gleichstellung und Menschenrechten. Aktive Beteiligung an der Bekämpfung von Diskriminierung und Ungerechtigkeit. Engagement für eine Gesellschaft, die Diskriminierung kritisch hinterfragt und für eine inklusive und gerechte Zukunft eintritt.

Diversität

Die Vielfalt von Menschen in Bezug auf Merkmale wie Geschlecht, Ethnizität, Religion, sexuelle Orientierung, Behinderung und sozioökonomischen Hintergrund. Anerkennung und Wertschätzung

Diversitäts-bewusste Bildungs-arbeit

Pädagogische Praxis, die die Vielfalt der Lernenden und ihre individuellen Bedürfnisse und Erfahrungen berücksichtigt. Förderung eines inklusiven und gerechten Lernumfelds. Sensibilisierung für verschiedene Kulturen, Lebensweisen und Perspektiven. Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung durch Bildung. Engagement für eine Bildung, die Chancengleichheit und Empowerment fördert und allen Lernenden gerecht wird.

Diversity Management

Strategien und Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in Organisationen. Anerkennung der Vorteile und Potenziale, die Diversität mit sich bringt. Sensibilisierung für diskriminierende Strukturen und Vorurteile. Förderung von Chancengleichheit und gerechten Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter:innen. Engagement für eine Unternehmenskultur, die Vielfalt wertschätzt und aktiv fördert.

Dominanz

Die Vorherrschaft oder Überlegenheit einer Gruppe über andere in Bezug auf Macht, Ressourcen und Einfluss. Sensibilisierung für die sozialen und politischen Mechanismen, die zur Dominanz führen. Kritische Reflexion von Machtverhältnissen und Ungleichheiten. Förderung von Gerechtigkeit, Gleichstellung und Respekt für alle Menschen. Engagement für eine Gesellschaft, die hierarchische Strukturen überwindet und auf Kooperation und Solidarität basiert.

Dominanz-gesellschaft

Eine Gesellschaftsform, in der bestimmte Gruppen dominieren und andere unterdrücken.

Doppeltes Bewusstsein

Eine Erfahrung von Personen mit einer Migrationsgeschichte, die sich sowohl ihrer eigenen kulturellen Identität als auch der dominanten Kultur bewusst sind.

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